Macht Musik schlau? – Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der kognitiven Psychologie.

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Macht Musik schlau? – Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der kognitiven Psychologie.

Macht Musik schlau? - Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der kognitiven Psychologie.

«Musik macht schlau» ist eine typische Pressemeldung, die dem Laien den Eindruck vermittelt, dass Musikhören und Musizieren das Lernen quasi auf geheimnisvolle Art und Weise verbessern würden. Allerdings sind die Wirkungen von Musik auf das Lernen viel differenzierter, als es diese einfachen Pressemeldungen glauben lassen. Erstmals werden im Rahmen dieses Buches die in den letzten 20 Jahren erzielten Befunde bezüglich der neurowissenschaftlichen und kognitiven Grundlagen des Musizierens und

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3 thoughts on “Macht Musik schlau? – Neue Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und der kognitiven Psychologie.

  1. 31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    3.0 von 5 Sternen
    Informative, aber qualvolle Lektüre, 19. Februar 2009

    Bei der mir vorliegenden Ausgabe handelt es sich um die 1. Auflage © 2008 by Verlag Hans Huber, Berlin.

    Zum Inhalt:

    Lutz Jäncke präsentiert in zwölf großen Kapiteln zeitgenössische und historische Veröffentlichungen zum breiten Thema “Musik und Gehirn”. Der Autor bemüht sich dabei, alle Facetten des Themas zumindest anzuschneiden, und hinterfragt stets Methoden und Durchführung der Studien, die er zu diesem Zwecke gründlich recherchiert hat. Für den Laien mag das eine oder andere Kapitel schwer verständlich sein; dafür bringt Jäncke die großen Fragen des Buches mit einer Reihe von kurz gehaltenen “Schlussfolgerungen” am Ende auf den (gut nachvollziehbaren) Punkt.

    Einige Analogien, die Jäncke zur Veranschaulichung heranzieht, halte ich für missglückt; ebenso manches Modell, das er scheinbar “nebenbei” zur Erklärung von Forschungsergebnissen vorschlägt (“Leistung = Wollen x Können x Möglichkeit”, S. 13). Ein paar Mal bin ich beim Lesen über stark polemische Phrasen gestolpert-”so etwa, wenn er kommentiert, dass sich Don Campbell durch Summen und Beten ein Blutgerinnsel aus dem Gehirn entfernt haben soll: “Wenn Musik so gesundheitsfördernd ist – warum hat er dann überhaupt erst ein Blutgerinnsel entwickelt? Hat er vielleicht versehentlich Rap gehört?” Auch wenn ich schmunzeln musste’ derlei “Argumente” gehören nicht in ein (populär)wissenschaftliches Buch.

    Zur Form:

    Es wundert mich, dass der Text in der mir vorliegenden Form überhaupt veröffentlicht wurde. Auf jeder Seite fand ich beim Lesen mehrere grammatikalische Fehler (insbesondere, wenn ein Abschnitt in indirekter Rede gehalten war); viele Sätze sind unklar oder unpräzise formuliert; und nicht zuletzt ist Jänckes Schreibstil von uneleganten Wiederholungen und falsch verwendeten Ausdrücken durchzogen.

    Ein trauriges Beispiel: “Als zweite Erklärungsmöglichkeit wird vorgeschlagen, dass Mozart-Musik wie eine Art “Übung” wirke, mit der die kognitiven räumlichen Funktionen passiv traniert würden. Diese “Übung” könne man sich wie eine Vorerregung der an der Lösung der räumlichen Aufgaben beteiligten Aufgaben auffassen” (S. 33).

    Fazit:

    Ich gebe dem Buch drei Sterne, weil ich in wissenschaftlichen Arbeiten (und genau genommen nicht nur da) einen fehlerlosen Schreibstil erwarte. Aufgrund des miserablen Stils ist es mir nicht möglich, das Buch als Lektüre zu genießen. Möglicherweise ist es eine verlässliche Quelle für wissenschaftliche Informationen-‘allerdings stelle ich mir die Frage, ob die Lektoren auf der inhaltlichen Ebene nicht ebenso gepfuscht haben wie auf der äußeren.

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  2. 36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Die Wissenschaft meldet sich zu Wort, 18. Januar 2009
    Von 
    Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)
      
    (TOP 50 REZENSENT)
      
    (REAL NAME)
      

    Wenn Eltern ihre Kinder dazu zwingen, Barockmusik zu hören, sind die Massenmedien nicht ganz unschuldig daran. Denn allzu bereitwillig und fahrlässig berichteten sie über die Experimente von Gordon Shaw und Frances Rauscher. Und so entstand der Mythos “Mozart macht schlau”. Da Don Campell das große Geschäft witterte, ließ er sich sogar den Begriff “Mozart Effekt” patentieren. Ein kluger Entscheid, erhielten doch wenig später alle Neugeborenen von Tennesse und Georgia eine Mozart-CD sowie Hunderte von Krankenhäusern einen Sampler. Ob die Aktion die gewünschten Resultate brachte, wurde allerdings ebenso wenig überprüft wie die Behauptungen der Initianten. Heute, gut zehn Jahre später, erscheint mit dem Buch von Lutz Jäncke erstmals eine Bestandesaufnahme aller wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema. Damit ist auch schon gesagt, dass der Autor die 450 Seiten trotz des verführerischen Titels nicht für Laien verfasste. Oder zumindest nicht für Leser, die wissenschaftliche Berichterstattungen langweilig finden. Denn obwohl die Zusammenfassungen nach jedem Kapitel und die Schlussfolgerungen überaus verständlich geschrieben sind, lassen sich wissenschaftliche Studien nicht beliebig vereinfachen. Und die machen eben den Hauptteil des Inhalts aus.

    Lutz Jäncke gehört zum erlesenen einen Prozent der Wissenschaftler, die am häufigsten zitiert werden. Das ist zwar noch keine Garantie, dass er immer Recht hat, gibt aber die beruhigende Gewissheit, dass man als Leser nahe am gegenwärtigen Forschungsgeschehen ist. Und der Autor hätte von den Studierenden der Eidgenössisch Technischen Hochschule Zürich bestimmt nicht den Sympathiepreis “Goldene Eule” erhalten, wenn er in seinen Vorlesungen arrogant und besserwisserisch auftreten würde. Auch im Buch tritt Lutz Jäncke zwar klar, aber nie rechthaberisch auf. Er gibt den gegenwärtigen Stand der Wissenschaft wider, macht auf Lücken und methodische Fehler aufmerksam, zieht aus gut belegten Erkenntnisse seine persönliche Schlüsse und verzichtet auf Diffamierungen allzu salopp publizierender Berufskollegen. Erstaunt hat mich allerdings doch, dass in seinem 14 Seiten umfassenden Literaturverzeichnis der Titel “Musik im Kopf” von Manfred Spitzer fehlt. Zumal dieser bekannte Autor die Werke von Lutz Jäncke in seine Literaturliste aufnimmt.

    Was brachte mir die Lektüre der 450 Seiten? Allem voran die Gewissheit, dass es nicht genügt, sich auf populärwissenschaftliche Informationen aus zweiter und dritter Hand zu verlassen, wenn man sich für ein Thema besonders interessiert. Wer sich bei der Beweisführung seiner Welt- und Denkmodelle auf die Wissenschaft beruft, muss sich gelegentlich auch mit wissenschaftlichen Studien beschäftigen. Nur im Internet zu surfen, Fernsehsendungen anzuschauen und Bestsellerbücher zu lesen, hat mit seriösem Recherchieren wenig zu tun. Mozart macht nicht einfach schlau und die rechte Hirnhälfte nicht einfach kreativ. Die Neurowissenschaftler haben uns viel, sehr viel zu sagen. Aber nicht immer das, was wir hören wollen. So wenig Neuromarketing mit der Entdeckung des Buy Button zu hat, so wenig hat Lernen mit einer bestimmten CD zu tun. Außer der Gewissheit, dass sich nicht alles Wissen zu medialen Instanthäppchen verarbeiten lässt, gab mir das Buch von Lutz Jäncke zahlreiche neue Einblicke in die Komplexität des menschlichen Gehirns und seine verschiedenen Verarbeitungszentren. Und ich fand plausible Erklärungen, warum ich auch als mäßig begabter Musiker ein gutes Urteil haben kann, was Qualität ist und bei Menschen Emotionen weckt.

    Mein Fazit: Wer sich ein eigenes Urteil bilden möchte, ob Musik schlau macht, sollte dieses Buch lesen. Da der Autor jedes Kapitel mit leicht verständlichen Zusammenfassungen beschließt, kann man die ausführlichen Beschreibungen der zahlreichen wissenschaftlichen Studien auch überspringen. Für Autoren, die über Musik und Neurologie schreiben, ist das Buch von Lutz Jäncke Pflicht. Jedenfalls werde ich bei Besprechungen populärwissenschaftlicher Werke wieder vermehrt darauf achten, woher die Autoren ihre Informationen beziehen. Nur aus dem Internet reicht definitiv nicht. Das betrifft jedes Buch, das den Begriff “Neuro” im Titel führt.

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  3. 1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
    5.0 von 5 Sternen
    Sehr interessantes Buch sowohl für Laien als auch für Fachleute, 9. Januar 2012

    In seinem Buch “Macht Musik schlau?” greift der Züricher Psychologieprofessor Lutz Jäncke, der wohl zu den bedeutendsten Hirnforschern im deutschsprachigen Raum überhaupt zählt, einige durch Populärwissenschaft bekannt gewordene Phänomene in Zusammenhang mit Musik auf und stellt nun sehr anschaulich den tatsächlichen Wissenschaftlichen Hintergrund dar.

    So plakativ der Titel formuliert ist, so differenziert nähert sich Jäncke in seinem Buch der Frage, welche Einflüsse Musik auf das das menschliche Erleben und Verhalten hat. Hierbei geht er vor allem auf jüngste Befunde aus den kognitiven Neurowissenschaften sowie der kognitiven Psychologie ein und beschreibt nach einer kurzen Einführung der wichtigsten Grundbegriffe, was tatsächlich dran ist am berühmten Mozart-Effekt. Es folgen sehr interessante Kapitel über Längs- und Querschnittsuntersuchungen, die z.B. herausstellen, zu was für unglaublichen Leistungen professionelle Musiker im Stande sind. In weiteren Kapiteln zu Lernen und passives Musikhören, Musik und Emotionen, die Verarbeitung von Musik im Gehirn, Musik und Hemisphärenspezialisierung, Musikproduktion, Hirnplastizität, Musik und Sprache sowie Musik und Alter werden weitere sehr interessante Befunde beschrieben, die einen sehr guten Überblick vermitteln, wie gut wir inzwischen in der Lage sind, Phänomene in Zusammenhang mit Musik zu verstehen.

    Jäncke hat sich um eine recht einfache Sprache bemüht und führt Fachbegriffe sehr behutsam ein, sodass jeder interessierter Laie seine Freude Freude mit diesem Buch haben wird. Doch auch für Leute vom Fach ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen, da er die wissenschaftliche Genauigkeit keineswegs vermissen lässt und jeder Ergebnisse finden wird, die einem noch nicht bewusst gewesen und sehr erstaunlich sind.

    Also, unbedingt lesen!

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