The River

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The River

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THE RIVER

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3 thoughts on “The River

  1. 58 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    In der Welt der Erwachsenen, 11. Juni 2003
    Von 

    Rezension bezieht sich auf: The River (Audio CD)

    The River kam am 10. Oktober 1980 auf den Markt. Ich kann mich genau an diesen 10. Oktober erinnern. Ein schrecklicher Tag, irgendeine Klausur war mal wieder völlig in die Hose gegangen. Nachmittags erfuhr ich von einem Freund, dass es ein neues Springsteen-Album gab, ein Doppel-Album. Eigentlich mochte ich zu dieser Zeit eher englische Gruppen. The Clash oder The Damned, um genau zu sein, aus Amerika allenfalls Dead Kennedys, aber dann dachte ich an Darkness at the Edge of Town zurück und mehr aus Liebe zu den alten Zeiten ging ich los und kaufte mir The River. Ich habe es nicht bereut. Es ist mein Lieblings-Album vom Boss. Es ist ein Album ohne Schnörkel und wie oft habe ich mich gefragt, ob es nicht doch im Grunde genommen eine Live-Aufnahme ist. Selten hat in meinen Augen ein Musiker auf einem Album eine Live-Atmosphäre geschaffen wie Springsteen auf The River.

    Der Titelsong wurde bereits ein Jahr zuvor auf dem legendären No Nukes-Konzert im Madison Square Garden erstmals einem Publikum vorgestellt. Es ist ein Ballade, nicht zu langsam, mit einem Rhythmus, der nach einer einleitenden Mundharmonika-Passage einsetzt. Das Lied enthält eine Menge autobiographischer Komponenten. Es erzählt die Geschichte eines Teenagers, der seine schwangere Freundin heiraten und anschließend seinen Lebensunterhalt auf dem Bau verdienen muss. Die einzige Abwechslung bietet ein nahe gelegener Fluss, zu dem er seine Freundin regelmäßig führt. Der Fluss ist aber auch eine Metapher für all jene Leidenschaften des jungen Mannes, die er aufgeben musste, nachdem er mit den Pflichten des Erwachsenwerdens konfrontiert wird. Am Ende des Liedes schließlich ist der Fluss ausgetrocknet, so wie die Liebe zu seiner Frau: „Is a dream a lie if it don’t come true / Or is it something worse / that sends me down to the river / though I know the river is dry“. Im Grunde genommen ist The River die aktuelle New Jersey-Version von Steinbecks Früchte des Zorns.

    Das Album markierte einen großen Entwicklungsschritt im Leben Springsteens, und zwar nicht nur, weil es ihn erstmals auf die Nummer eins der Charts katapultierte. Während er auf den ersten beiden Alben, Greetings from Asbury Park und The Wild, the Innocent and the E Street Shuffle, unkritisch die Seite des Arbeiterklasse-Jugendlichen einnahm, ja dessen gesellschaftlichen Status übermäßig erhöhte, konfrontierte er den Hörer auf Born to Run und Darkness at the Edge of Town mehr und mehr mit den klassischen Alltagproblemen seines Teenager-Underdogs. Gleiches tat er auch auf The River, nur kann sich der junge Mann jetzt nicht länger in ein Auto setzen und den Schwierigkeiten einfach davonfahren (wie in Stolen Car, als er singt „and I travel in fear / that in the darkness I will disappear“), sondern befindet sich gewissermaßen in einem dauerhaften Leidenszustand des Erwachsenendaseins. Die grenzenlose Freiheit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist plötzlich gar nicht mehr so grenzenlos. Anders ausgedrückt: Aus Unschuld wurde Erfahrung, und aus Erfahrung wurde Verzweiflung. So wie im richtigen Leben!

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  2. 24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Einmalig, 13. März 2004
    Rezension bezieht sich auf: The River (Audio CD)

    Ich habe dieses Album als MC vor zehn Jahren im Plattenschrank meines Vaters gefunden und nur wegen des Songs „The River“ angehört. Umso faszinierter war ich, als ich das Band komplett habe laufen lassen. Ein Lied schöner als das nächste, und es ist alles drauf: Melancholie, Glück, Gute Laune. Das Kleinod unter allen Titeln ist in meinen Augen „Sherry Darling“. Unverständlich, warum dieser Song so unbekannt geblieben ist. Ich habe ihn ungefähr 1000 Mal zum Autofahren gehört, und war hinterher immer ein bißchen glücklicher. Alles in allem kann ich nur sagen: „The River“ MUSS man haben, weil es einfach so unendlich schön ist.

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  3. 2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    Eine Achterbahn der Gefühle, 25. Mai 2011
    Von 
    Tramp69 (The Promised Land) – Alle meine Rezensionen ansehen
    (TOP 1000 REZENSENT)
      

    Rezension bezieht sich auf: The River (Audio CD)

    The River: Das Album, das Bruce Springsteen auch in Europa bekannt gemacht und erstmals auch in deutsche Konzerthallen gebracht hat. Mit Hungry Heart, das Springsteen eigentlich für The Ramones geschrieben hat, hatte Springsteen auch seinen ersten Top-Hit in Europa.

    Doch dieses fantastische Doppelalbum beinhaltet viel mehr. Kaum ein Boss-Album ist vielseitiger als The River. Da gibt es die Mainstream-Rocker wie The Ties That Bind, Crush on You („A real masterpiece“ Zitat BS), Out in the Street, Two Hearts, Jackson Cage, Cadillac Ranch, das später mit Darlington County auf Born in the USA eine Art Fortsetzung erhielt. Daneben gibt es ruhige Balladen wie der wunderbare Titel-Track mit dieser Wahnsinns-Mundharmonika, das traurig-schöne Independance Day, in dem das angespannte Verhältnis zu seinem Dad thematisiert wird, oder der aus den Sessions zum Darkness-Album stammende Über-Schmachtfetzen Drive All Night mit der für so manchen Fan gewöhnungsbedürftigen, für mich super romantischen Textzeile „I Drive all night, just to buy you some shoes“. Weiter enthalten sind echte Party-Kracher wie Ramrod oder Sherry Darling (letzteres ebenfalls aus den Darkness-Sessions) oder Midtempo-Songs wie das traumhaft schöne The Price you pay, ein Song den Bruce Jahre lang nicht live spielte (warum auch immer). Textlich gibt es anspruchsvolle Songs wie der Titel-Track, Point Blank, das wunderbar morbide, melancholische Stolen Car (das auch gut auf das Akustik-Werk Nebraska gepasst hätte) oder das countryteske Wreck on the Highway.

    Für Songs wie Crush on You, You can look oder I’m Rocker wird er aufgrund der banalen Texte auch schon mal gescholten, auch für Balladen wie I Wanna Marry You und Fade Away (seinerzeit übrigens nach Hungry Heart die zweite Single). Aber muss denn immer jeder Textk, jeder Song eine Message haben?

    Insgesamt handelt es sich bei The River um eine Achterbahn der Gefühle, was besonders deutlich wurde bei dem Konzert im November 2009, als BS das gesamte Doppelalbum einmalig in der exakten Reihenfolge im Madison Square Garden in New York komplett aufführte. Ich hatte das Glück und durfte dabei sein. Live entfalten diese Songs, egal ob die Party-Kracher oder eben die gefühlvollen Songs erst ihre gesamte Wirkung. Da schäme ich mich auch nicht, zuzugeben, dass mir bei Independance Day oder insbesondere bei Drive All Night die eine oder andere Träne in den Augen stand und die Gänsehaut Ausmaße angenommen hat, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Wer das nicht nachvollziehen kann, sollte sich auf YouTube mal das Video zu Drive All Night ansehen, spätestens beim zweiten Sax-Solo vom Big Man ist es um Euch geschehen, wetten?;-)

    Damit wäre ich auch bei dem einzigen Kritikpunkt: Die Produktion, der Sound dieses Meisterwerks ist auch hier wieder äußerst bescheiden (wie schon bei Darkness), ein Remastering dringend notwendig oder noch besser: Veröffentlicht das Live-Konzert vom MSG, das es übrigens als Bootleg in hervorragender Klangqualität gibt, denn live ist Springsteen immer nochmal zigmal besser.

    Einmal mehr: Danke Bruce für dieses Album!

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