Das Piano – Arthaus Premium Edition (2 DVDs)

  • Tiefstpreisgarantie
  • Kostenlose Lieferung
  • One Day Versand

Das Piano – Arthaus Premium Edition (2 DVDs)

Das Piano - Arthaus Premium Edition (2 DVDs)

  • Medium: DVD
  • Regie: Jane Campion
  • Laufzeit: ca. 116 Minuten
  • Label: ARTHAUS
  • Bildformat: 1.85:1

Jane Campions Das Piano traf 1993 beim Publikum, das von den großartigen, traumhaften Bildern wie gefesselt war, genau den richtigen Ton. Es ist die Geschichte der Schottin Ada (Holly Hunter), die stumm ist, seit sie sich im Alter von sechs Jahren entschlossen hat, einfach nicht mehr zu sprechen. Ada reist mit ihrer kleinen Tochter Flora (Anna Paquin) und ihrem geliebten Klavier für eine arrangierte Heirat mit einem Bauern (Sam Neill) an einen abgelegenen Fleck an der Küste Neuseelands. Sie

Unverb. Preisempf.: EUR 19,20

Preis: EUR 24,99

  • Weitere Empfehlungen
  • Bestseller Produkte
  • Bewertungen

3 thoughts on “Das Piano – Arthaus Premium Edition (2 DVDs)

  1. 22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    5.0 von 5 Sternen
    eine frau blickt auf sich selbst, 13. März 2005
    Von Ein Kunde
    Rezension bezieht sich auf: Das Piano (DVD)

    „das piano“ ist ein durchaus interessanter und anspruchsvoller film. der film erzählt die geschichte der stummen ada (holly hunter), die aus dem viktorianischen england in die neuseeländische provinz reist, um dort ihren zukünftigen, von ihrem vater anvertrauten ehemann stewart (sam neill) zu treffen.
    die geschichte ist, so die regisseurin jane campion, an die gothic novel, z.b. an bücher wie „wuthering heigths“ von emily bronte angelehnt.

    dem kann man auch durchaus so zustimmen. die düstere, marode landschaft neuseelands mit den schlamm durchtränkten untergrund und vor allem ada, die sich versucht, von den zwängen der patriarchalischen gesellschaft (verkörpert durch stewart) zu befreien, erinnern an die gothic novel.
    das piano ist für die stumme ada nicht nur ein ersatz ihrer stimme, sondern gleichzeitig mittel um sich von den konventionen und von stewart abzusetzen.

    der film ist durchweg von eindrucksvollen bildern und szenen untemalt, etwa das am strand verlassene klavier, hinter dem die wellen des meeres toben oder die im schlamm versinkende ada, der stewart aus rache symbolisch einen finger abschlägt. all dies hat etwas subtiles und groteskes, das den film auch so einzigartig und teilweise unbeschreiblich macht.

    sehr gelungen ist auch die von michael nyman komponierte filmmusik, die als extra auf der dvd enthalten ist. ada selbst spielt stücke dieser musik im film. diese ist angelehnt an chopin, mendelssohn, hat aber eher unterhaltenden charakter.

    alles in allem ein gelungener film, der in besonderer weise eine hommage an die englische literatur des 19. jahrhunderts ist.

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

  2. 16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    1.0 von 5 Sternen
    5 Sterne Film – 0 Sterne DVD, 27. Dezember 2008
    Rezension bezieht sich auf: Das Piano (DVD)

    Der Film selbst ist wundervoll und verdient absolut zurecht 5 Sterne. Doch hier wird nicht nur der Film bewertet, sondern auch die DVD und diese ist von unterirdischer Qualität.

    Ton:

    Es ist eine absolute Frechheit vom Publisher, solch einen Schund zu veröffentlichen. Die englische Version enthält neben der klassischen DD 5.1 zusätzlich noch eine DTS Tonspur. Was wird in Deutsch geboten? Nichts, nur eine lächerliche Stereo Tonspur für dieses Meisterwerk, was so sehr von seiner musikalischen Untermalung lebt. Das ist eine bodenlose Frechheit. Man wird regelrecht genötigt, den Film auf Englisch zu schauen.

    Bild:

    Hier wird das Tonfiasko noch einmal gnadenlos übertrumpft. Da haben selbst VHS Bänder eine bessere Qualität. So wirken zum Beispiel die Berge bei der Ankunft an der Küste Neuseelands wie ein hässlicher grüner Fleck. Das Bild ist derart verschwommen, unscharf und vergrisselt (ich hoffe das Wort gibt es überhaupt), so das man sich fast schon angewidert vom Bildschirm wegdreht. Ich habe wirklich den Eindruck, und das ist kein Scherz, dass hier nur von VHS auf DVD überspielt wurde. Grauenhaft und einem solchen Film in keinster Weise würdig.

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

  3. 4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
    4.0 von 5 Sternen
    Der Klangkörper der Seele, 4. Juli 2010
    Rezension bezieht sich auf: Das Piano (DVD)

    Der neuseeländischen Filmemacherin Jane Campion gelang 1993 mit „The Piano“ ein historischer Triumph. Als erste Frau gewann sie bei den Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme für ihr Porträt einer stummen Außenseiterin, die sich in selbstgewählter innerer Emigration nur noch virtuos durch die Klänge ihres Pianos artikuliert und dennoch entgegen aller widrigen Umstände ihre Individualität verwirklicht.

    1850 strandet die stumme Ada (Holly Hunter), die mit sechs Jahren aus ungeklärten Gründen mit Sprechen aufhörte, mit ihrer unehelichen Tochter Flora (Anna Paquin) an der neuseeländischen Küste, um sich mit dem fremden Siedler Mr. Stewart (Sam Neill) zu verheiraten, der ihr zugewiesen wurde. Bei sich führt sie neben ihren Koffern auch ein sehr sorgfältig verpacktes Piano. Als Stewart am nächsten Morgen Ada zusammen mit seinem Freund Baines (Harvey Keitel) und ein paar Maori am Strand empfängt, weigert er sich plötzlich das Piano in sein Haus zu transportieren und lässt es zu Adas Verärgerung am Strand zurück. Baines zeigt Interesse an dem Klavier und es kommt zu einem sinisteren Handel: Er kauft Stewart das Piano ab und erhält dafür zusätzlich Unterricht von Ada. Anstatt Baines zu unterrichten, spielt Ada ihm jedoch vor und gestattet ihm dabei vertrauliche Intimitäten, um so das Piano Taste für Taste von Baines zurückzukaufen. Aus dem dubiosen Geschäft entbrennt eine ekstatische Liaison mit dramatischen Folgen.

    Plot und Struktur des Films erinnern jeweils stark an das klassische angelsächsische Drama. Die in streng puritanischer Kleidertracht zugeschnürte junge Ada, die sich sehnsüchtig nach Liebe darbend über das Piano offenbart, könnte auch der Fantasie der Bronte-Schwestern entsprungen sein. Wenn Ada in den Schlamm der Wildnis ihre Spitzenröcke eintaucht und mit Baines heimlich zum Strand zu ihrem Instrument zurückkehrt, um in der Brandung zwischen den Wirbeln des Ozeans und den Schlingen des Urwalds mit strudelnden Klavierläufen das Stück „The Heart Asks Pleasure First“ aus den Tasten zu schälen, wird das Piano zu ihrer inneren Stimme und zum befreienden Klangkörper von Adas Seele, der auch physisch untrennbar mit ihr verbunden ist. Denn als der Flügel von Adas verständnislosem Ehemann, der intuitiv erkennt, dass das Piano ein Symbol für deren Individualität ist, am Strand zurückgelassen wird, trennt er sie unweigerlich von ihren Gefühlen und treibt so latent einen Keil zwischen sich und seine Frau. Weil Ada die Musik nutzt, um sich in diesem Refugium bewußt von ihrer Umwelt abzukapseln und so eine Freiheit zu erlangen, die sie von anderen Menschen trennt. So schwebt die Melodie des Pianos über einem unaufhaltsam mäandernden Strom von Ereignissen ähnlich wie die minimalen Regungen in Adas Gesicht über die Gewalt ihrer unterdrückten Emotionen, wenn sie ihre zarten Hände über den Flügel gleiten lässt. Zwischen ihren Fingern und den Tasten entsteht eine verschlungene Sinnlichkeit der Musik, die Adas Seele eine Sprache verleiht. Sodass selbst die bigotten und emotional abgestumpften Siedlerfrauen des Ortes monieren: „Sie spielt das Klavier nicht so wie wir das tun. So ein Klang, der in einen hineinkriecht, ist äußerst unangenehm!“. So wird Adas Schweigen zu einer konsequenten Rebellion gegen das verquere Konzept puritanischer Sinnenfeindlichkeit. Ihr Piano geriert zum Epizentrum seelischer Wunden, wenn Baines über die Tasten ihren Körper erpresst und Stewart mit der Verstümmelung ihrer Hand ihr Verlangen und den Ehebruch bestraft. Adas Loslösung von ihrem geliebtem Instrument wird schließlich zum lebensbejahenden Ausbruchsversuch aus dem engen Korsett einer sittenstrengen Kolonisatorenfamilie englischer Tradition.

    Jane Campion macht aus dieser emanzipatorischen Befreiungsgeschichte ein sehr persönliches Sittengemälde mit einer grandiosen Bildsprache (das elegante Piano inmitten der unkultivierten Wildnis), wunderbaren Darstellern und sehr subtilen Stimmungen. Ohne Brüche verknüpft sie mit irritierenden Akzenten eine sich seltsam begebende „Amour Fou“ mit der Schilderung eines Frauenschicksals und der fremden Welt der Maori. Im Score begleiten den Zuschauer stets in zirkulierenden Mustern verlaufende Piano-Soli, auch wenn Ada nicht spielt. Die polyrhythmische Dynamik und die melodischen Wendungen der romantischen Motive korrespondieren mit der ungebändigten Natur und dem Innenleben der Protagonistin. Sie artikulieren Adas Sichtweise, deren erzählendes „Ich“ in Form der minimalistischen Solopianistik als Voice-Over die Geschichte einrahmt, ohne die geheimnisvolle Würde ihres Schweigens in der Handlung aufzubrechen. Nur ganz selten…

    Weitere Informationen

    Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 

    War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
    Nein

Teilen Sie Ihre Erfahrung zu diesem Produkt